Pforzheim. Einstimmig verabschiedet haben die Pforzheimer Genossen nach über zweistündiger Diskussion und Feilen an fast allen Unterpunkten das SPD-Kommunalwahlprogramm in den Räumen der Lernstiftung Hück – eine Reverenz an ihren Spitzenkandidaten, den ehemaligen Porsche-Betriebsratsvorsitzenden, Präsidenten des FSV Buckenberg und Parteimitglied. Er hatte die Genossen mit dem Gedankenspiel, unter eigener Flagge zu segeln, erst aufgescheucht und dann hinter sich geschart (die PZ berichtete).

So auch bei seinem „Heimspiel“ in der Stiftung an der Maxi. Während nebenan Kinder und Jugendliche mit Boxhandschuhen auf Sandsäcke eindroschen, fochten Mitglieder und Kandidaten teils mit elegantem Florett, teils mit schwerem Säbel um treffende Formulierungen und untermauerten des öfteren, dass unter Genossen die interne Streitkultur zu ihren Kardinaltugenden zählt – nicht immer zur Freude ihres Zugpferds Hück, das sich ungern im Komplizierten verliert, und des Versammlungsleiters, Rechtsanwalts und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Christoph Mährlein („Ich will jetzt nicht über Formulierungs-Sch. . . reden!“).

Und so unterteilt die SPD das große Ganze („Pforzheim muss schön, sauber und sicher gestaltet und entwickelt werden. Wir wollen Realismus statt Populismus“) in mehrere – sich zum Teil überlappende – Themenblöcke: Wohnen, Arbeiten und Soziales. Vereine, Bäder Handel und Innenstadt. Verkehr. Natur und Umwelt. Kultur.

Unter anderem wollen die Genossen sich einsetzen für klimaneutrale Verkehrskonzepte für die Zukunft, die Förderung von Job-Tickets und eine Optimierung des Innenstadtrings (Jens Kück: „Innenstadtring und fließender Verkehr – das widerspricht sich in dieser Form“)

Sie setzen sich ein für kostenlose Kita- und Hort-Plätze, bezahlbare Wohnungen für Alle durch sozialen Wohnungsbau. Die SPD fordert „ein vernünftiges Konzept für alle Bäder in Pforzheim und den Ortsteilen, das endlich zügig umgesetzt wird“ und eine „angemessene Unterstützung“ für den Vereinssport, eine „bessere Förderung der Integration“, das Unterstützen ehrenamtlichen Engagements.

Gewerbegebiete sollten „unter größtmöglicher Schonung der Natur“ geschaffen werden. Grundsätzlich solle nichts gefordert werden, „was uns hinterher um die Ohren fliegt“, so Stadtrat und Platz-neun-Kandidat Henry Wiedemann.

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Pforzheimer Zeitung – PZ-News.de:
https://www.pz-news.de

Bild: Auf den Stufen der Hück-Stiftung scharen sich die SPD-Kandidaten um ihren Frontmann Uwe Hück (vordere Reihe, Zweiter von links). Foto: Ketterl